dinsdag 3 juni 2025

BWV 388 Nun freut euch, lieben Christen gmein

BWV 388 Nun freut euch, lieben Christen gmein (in G majeur)

Tekst:                        Martin Luther (1523)
Melodie:                    Martin Luther (1523)
 

"Nun freut euch, lieben Christen g'mein" is een luthers lied, waarvan de tekst en melodie beide in 1523 door Martin Luther werden geschreven. Het is gebaseerd op Rom. 3: 28.
Voor zijn eerste lied, Ein neues Lied wir heben an war, liet M. Luther zich inspireren door het Martyrium van de twee Augustijner monniken Hendrik Vos en Johannes van Esschen die zich tot de Reformatie hadden bekeerd. Beiden waren op 1 juli 1523 in Brussel op de brandstapel geëxecuteerd. Het lied van M. Luther is een ballade-achtig verhalend lied en was niet bedoeld voor de kerk en de eredienst, maar voor de markt en de straat. In hymnologisch onderzoek is het zeker dat Nun freut euch, lieben Christen g'mein direct volgde op het martelaarslied. Zo is het een verhalend lied zonder literair model, dat nu verwijst naar de boventijdelijke-tijdelijke verlossingsdaad van God, en zo is het geen hymne, maar een volkslied van de Reformatie, dat werd gezongen door handelaren, ambachtslieden en dienstmeisjes en een groot aandeel had in de verspreiding van de Reformatiegedachte.
Een van de vroege hymnen van M. Luther, het werd in 1524 gepubliceerd als een van de acht liederen in het eerste Lutherse gezangboek, het Achtliederbuch (Etlich' christliche Lieder, Wittenberg, 1524), dat vier liederen van M. Luther bevatte, drie van Paul Speratus en één van Justus Jonas. Het verscheen ook in 1524 in het Enchiridion van Erfurt, op de tweede plaats van 26 liederen. Het wordt beschouwd als een van zijn eerste en theologisch belangrijkste gedichten en behoort tot op de dag van vandaag tot de kern van de Duitstalige protestantse gezangboeken.
In Nederland is de melodie onder andere bekend van het lied “Zing nu de Heer, stem allen in” of "Sta op! Een morgen ongedacht".





Nun freut euch, lieben Christen gmein,
Und lasst uns fröhlich springen,
Dass wir getrost und all in ein
Mit Lust und Liebe singen,
Was Gott an uns gewendet hat
Und seine süße Wundertat;
Gar teur hat ers erworben.

Dem Teufel ich gefangen lag,
Im Tod war ich verloren,
Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,
Darin ich war geboren.
Ich fiel auch immer tiefer drein,
Es war kein Guts am leben mein,
Die Sünd hatt' mich besessen.

Mein guten Werk die galten nicht,
Es war mit ihn' verdorben;
Der frei Will hasste Gotts Gericht,
Er war zum Gutn erstorben;
Die Angst mich zu verzweifeln trieb,
Dass nichts denn Sterben bei mir blieb,
Zur Höllen musst ich sinken.

Da jammert' Gott in Ewigkeit
Mein Elend übermaßen;
Er dacht' an sein Barmherzigkeit,
Er wollt mir helfen lassen;
Er wandt zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
Er ließ's sein Bestes kosten.

Er sprach zu seinem lieben Sohn:
"Die Zeit ist hie zu 'rbarmen;
Fahr hin, meins Herzens werte Kron,
Und sei das Heil dem Armen
Und hilf ihm aus der Sünden Not,
Erwürg für ihn den bittern Tod
Und lass ihn mit dir leben."

Der Sohn dem Vater ghorsam ward,
Er kam zu mir auf Erden
Von einer Jungfrau rein und zart;
Er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt' er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,
Den Teufelt wollt er fangen.

Er sprach zu mir: "Halt dich an mich,
Es soll dir jetzt gelingen;
Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst du sein,
Uns soll der Feind nicht scheiden.

Vergießen wird er mir mein Blut,
Dazu mein Leben rauben;
Das leid ich alles dir zugut,
Das halt mit festem Glauben.
Den Tod verschlingt das Leben mein,
Mein Unschuld trägt die Sünde dein,
Da bist du selig worden.

Gen Himmel zu dem Vater mein
Fahr ich von diesem Leben;
Da will ich sein der Meister dein,
Den Geist will ich dir geben,
Der dich in Trübnis trösten soll
Und lehren mich erkennen wohl
Und in der Wahrheit leiten.

Was ich getan hab und gelehrt,
Das sollst du tun und lehren,
Damit das Reich Gotts werd gemehrt
Zu Lob und seinen Ehren;
Und hüt dich vor der Menschen Satz,
Davon verdirbt der edle Schatz;
Das lass ich dir zur Letzte.


Martin Luther




maandag 2 juni 2025

BWV 387 'Nun freut euch, Gottes Kinder all'

BWV 387 'Nun freut euch, Gottes Kinder all' (in D Dorische modus)

Tekst:                Erasmus Alber (1553)
Melodie:            Anoniem, Wittenberg 1546

Een loflied rond Hemelvaart.






Nun freut euch, Gottes kinder all'!
Der Herr fährt auf mit großem schall;
Lobsinget ihm, lobsinget ihm,
Lobsinget ihm mit heller stimm',

Die engel und all' himmelsheer
Erzeigen Christo göttlich' ehr,
Und jauchzen in dem himmelssaal,
Das thun die lieben engel all'.

Daß unser Heiland Jesus Christ,
Wahr'r Gottes Sohn, mensch worden ist,
Deß freuen sich die engel sehr,
Und gönnen uns gern solche ehr'.

Der Herr hat uns die stätt' bereit,
Bei ihm zu sein in ewigkeit;
Lobsinget ihm, lobsinget ihm,
Lobsinget ihm mit heller stimm'.

Wir sind erben im himmelreich,
Wir sind den lieben engeln gleich,
Das sehn die lieben engel gern,
Und danken mit uns Gott dem Herrn.

Es hat mit uns nun nimmer noth:
Der satan, sünd' und ew'ge tod
All'sammt zu schanden worden sind
Durch Gottes-und Marieenkind.

Den heil'gen Geist send't er herab,
Auf daß er unsre herzen lab',
Und tröst' uns durch das göttlich' wort,
Und uns behüt' für's teufelmord.

Also baut er die christenheit
Zur ew'gen freud' und seligkeit:
Allein der glaub' an Jesum Christ
Die recht' erkenntniß Gottes ist.

Der heilig' Geist den glauben stärkt,
Geduld und hoffnung in uns wirkt,
Erleucht't und macht die herzen fest,
Und uns in trübsal nicht verläßt.

Was uns die göttlich' majestät
Am heil'gen kreuz erworben hat,
Das theilet uns der heilig' Geist,
Darum er unser lehrer heißt.

Der Vater hat den Sohn gesandt,
Der Sohn wir anders nicht erkannt,
Ohn' durch den heil'gen Geist allein,
Der muß die herzen machen rein.

So manche schöne Gottesgab
Bringt uns der heil'ge Geist herab,
Und uns für'm satan wohl bewahrt,
Solch's schafft des Herren himmelfahrt.

So danket nun dem lieben Herrn,
Und lobet ihn von herzen gern;
Lobsinget mit der engel chör',
Daß man es in dem himmel hör.

Gott Vater in der ewigkeit!
Es sagt dir deine christenheit
Groß' ehr' und dank mit höchstem fleiß
Zu allen zeiten lob und preis.

Herr Jesu Christe, Gottes Sohn,
Gewaltig, herrlich, prächtig, schön!
Es dankt dir deine christenheit
Von nun an bis in ewigkeit.

O heil'ger Geist, du wahrer Gott!
Der du uns tröst'st in aller noth,
Wir rühmen dich, wir loben dich,
Und sagen dir dank ewiglich.


 

zondag 1 juni 2025

BWV 386 ‘Nun danket alle Gott’

BWV 386 ‘Nun danket alle Gott’ (in A majeur)

Tekst:                 Martin Rinckart (1636)
Melodie:             Johann Crüger (1647)

Het lied ‘Nun danket alle Gott’ werd voor het eerst in het jaar voorafgaand aan de pest zonder melodie gepubliceerd in Rinkart’s Jesu Hertz-Büchlein (Leipzig, 1636), als onderdeel van een tafelgebed. In het voorwoord op zijn Die Meisnische Thränen-Saat (Leipzig, 1637) beschrijft hij hoe de gezangen in zijn Hertz-Büchlein zes of zeven jaar eerder gecomponeerd waren, dus ook dit lied kan hij al rond 1630 gedicht hebben. De twee eerste verzen zijn een berijming van het deuterocanonieke boek Jezus Sirach 50:22-24. Het laatste vers is een doxologie of lofprijzing.





(verzen in vetgedrukte letters door Bach gezet)

Nun danket alle Gott
Mit Herzen, Mund und Händen,
Der große Dinge tut
An uns und allen Enden,
Der uns von Mutterleib
Und Kindesbeinen an
Unzählig viel zu gut
und noch jetzund getan.

Der ewig reiche Gott
Woll uns bei unsrem Leben
Ein immer fröhlich Herz
Und edlen Frieden geben,
Und uns in seiner Gnad,
Erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not
Erlösen hier und dort.

Lob, Ehr und Preis sei Gott,
Dem Vater und dem Sohne
Und dem, der beiden gleich
Im höchsten Himmelsthrone,
Dem einig höchsten Gott,
Als er anfänglich war
Und ist und bleiben wird
Jetzt und immerdar.

Martin Rinckart (hymneschrijver), geboren: 23 april 1586 - Leipzig, Saksen, overleden: 8 december 1649 - Eilenburg, Saksen.
Martin Rinckart [Rinkart] was een van die provinciale geestelijken aan wie Duitsland zoveel reden had om dankbaar te zijn. De zoon van een arme kopersmid, maakte zijn weg naar de Universiteit van Leipzig door middel van ijver en zijn muzikale gaven, nam bevelen aan en was precentor van de kerk in Eisleben.
Op 31-jarige leeftijd werd hem de positie van aartsdiaken aangeboden in zijn geboortestad Eilenburg in Saksen. Hij ging daarheen toen de oorlog uitbrak en stierf vlak na de vrede, en gedurende deze 31 jaar stond hij zijn kudde bij en hielp hen tot het uiterste in alle soorten nood. Natuurlijk moest hij de inkwartiering van soldaten in zijn huis verdragen, en frequente plunderingen van zijn kleine voorraad graan en huishoudelijke goederen. Maar dit waren kleine dingen.
De pest van 1637 trof Eilenburg met buitengewone ernst; de stad was overvol met vluchtelingen uit de districten waar de Zweden verwoestingen hadden aangericht, en in dat ene jaar stierven er 8.000 mensen. De hele gemeenteraad, op drie personen na, een verschrikkelijk aantal schoolkinderen en de geestelijken van de naburige parochie, werden allemaal weggevoerd; en Rinckart moest het werk van drie mannen doen, en deed dat manhaftig aan de bedden van de zieken en stervenden. Hij begroef meer dan 4.000 mensen, maar door al zijn arbeid bleef hij zelf volkomen gezond. De pest werd gevolgd door een hongersnood die zo extreem was dat dertig of veertig mensen op straat konden worden gezien vechtend om een ​​dode kat of kraai. Rinckart deed, samen met de burgemeester en een andere burger, wat er gedaan kon worden om hulp te organiseren en gaf alles weg behalve de meest basale rantsoenen voor zijn eigen gezin, zodat zijn deur werd omringd door een menigte arme, hongerende ellendelingen, die het hun enige toevluchtsoord vonden.

Martin Rinckart

Na al dit lijden kwamen de Zweden nogmaals en legden de ongelukkige stad een schatting op van 30.000 dollar. Rinckart waagde het naar het kamp om de generaal om genade te smeken en toen die werd geweigerd, wendde hij zich tot de burgers die hem volgden en zei: "Kom, mijn kinderen, we kunnen geen gehoor vinden, geen genade bij mensen, laten we toevlucht nemen tot God." Hij viel op zijn knieën en bad met zo'n ontroerende ernst dat de Zweedse generaal toegaf en zijn eis uiteindelijk verlaagde tot 2.000 florijnen. Zo groot waren Rinckarts eigen verliezen en liefdadigheid dat hij de grootste moeite had om brood en kleding voor zijn kinderen te vinden en gedwongen was zijn toekomstige inkomsten voor meerdere jaren te verpanden.

Maar hoe weinig zijn geest gebroken werd door al deze calamiteiten, blijkt uit zijn bekendste hymne "Nun danket alle Gott" en andere die hij schreef; sommige spreken inderdaad over de smarten van zijn land, maar allemaal ademen ze dezelfde geest van onbegrensd vertrouwen en bereidheid om dank te zeggen. Hij componeerde deze eenvoudige maar nobele uitdrukking van vertrouwen en lof, toen de hoop op een algemene vrede in het land daagde. Deze hymne werd gepubliceerd in Jesu-Hertz-Büchlein in geistlichen Oden in 1636, en op muziek gezet door Johann Crüger rond 1647.


 

BWV 867 “Prelude en fuga in bes klein”

Das Wohltemperierte Klavier I De prelude is warm en ingetogen en in de stijl van een arioso. Ook de fuga is rustig van aard. Het thema wordt...