dinsdag 26 mei 2026

BWV 743 “Ach, was ist doch unser Leben”

Koraalvoorspelen

De tekst van het lied lijkt bijna uit het boek Prediker te worden overgenomen. Relativerend staat de dichter bij alles van ons dagelijkse leven. In de Lutherse traditie is het ook een verwijzing naar 2 Korinthe 5:4.

 

"Ach, was ist doch unser Leben" - Bernhard Schneider


Ach! was ist doch unser leb'n?
Nichts als nur im elend schweb'n;
Wenn es gut gewesen ist,
Ist es müh zu jeder frist.

Ach was ist doch unsre zeit?
Nichts als nur ein steter streit;
Da nur eins das and're haßt,
Da kein friede, ruh noch rast.

Was ist unsre frömmigkeit?
Eine unvollkommenheit;
Niemand kan damit bestehn,
Wenn Gott ins gericht will gehn.

Ach was ist doch gut und geld?
Nichts als was sich selbst vergällt;
Heute reich und morgen arm,
Reichthum bringet sorg und harm.

Ach was ist doch amt und ehr?
Nur ein leben mit beschwer:
Wer viel gaben hat allhier,
Wird geneidet für und für.

Ach was ist doch menschengunst?
Nur ein blauer nebeldunst;
Lieber trau dem freunde nicht,
Weil auch bruder-blaube bricht.

Ach was ist doch frölichkeit?
Nur ein bote von dem leid;
Seht, wie mancher schnell hinstirbt
Und an leib und seel verdirbt.

Ach wie vieles herzeleid
Bringt und oft der haß und neid!
Hier ist zorn, verläumdung dort,
Und so geht es fort und fort.

Ach wie krank und ungesund
Sind wir menschen manche stund!
Schmerzen preßt ein jedes glied
Und macht un von seufzen müd.

Ach was ist doch unser tod?
Nur ein ende aller noth;
Da wir ohne creutz und pein
Bye Gott können ewig seyn.

Darum freu ich mich allzeit
Aur die wahre himmels-freud;
Da uns gar nichts mangeln wird,
Da nur freude wird verspührt.

Freude, die kein ohr berührt,
Die das herze nie gespührt,
Freude in und äusserlich
Auf die freude freu ich mich.

 

maandag 25 mei 2026

BWV 742 “Ach Gott, vom Himmel sieh darein”

Koraalvoorspelen

De melodie van dit lied is in deze bewerking min of meer een zoekplaatje. De melodie kennen we in Nederland van het lied  ‘O hoofd vol bloed en wonden’, maar je moet goed luisteren om dat te kunnen horen. Een, mede door de soberheid, aangrijpend koraalvoorspel.

Fragment BWV 742.

'Ach Herr, mich armen Sünder' - Gerben Budding

Ach Herr, mich armen Sünder - Ewald Kooiman

Ach Herr! mich armen Sünder
straf nicht in deinem Zorn;
dein'n ernsten Grimm doch linder,
sonst ist's mit mir verlor'n.
Ach, Herr! wollst mir vergeben
mein Sünd, und gnädig sein,
daß ich mag ewig leben,
entfliehn der Höllenpein.

Heil du mich, lieber Herre,
denn ich bin krank und schwach,
mein herz betrübet sehre,
leid't großes Ungemach,
mein G'beine sind erschrocken,
mir ist sehr angst und bang,
mein Seel ist auch erschrocken.
Ach, du Herr! wie so lang!

Herr, tröst mir mein Gemüthe,
mein Seel rett, lieber Gott,
von wegen deiner Güte,
hilf mir aus aller Noth.
Im Tod ist Alles stille,
da denkt man deiner nicht;
wer will doch in der Hölle
dir danken ewiglich?

 Ich bin von Seufzen müde,
hab weder Kraft noch Macht,
in großem Schweiß ich liege
durch aus die ganze Nacht,
mein lager naß von Thränen,
mein G'stalt vor Trauern alt,
zu Tod ich mich fast gräme,
die Angst ist mannigfalt.

Weicht all, ihr Uebelthäter,
mir ist geholfen schon!
Der Herr ist mein Erretter,
er nimmt mein flehen an,
er hört mein's Weinens Stimme;
es müssen fallen hin
all sein und meine Feinde,
und schändlich kommen um.

Ehr sei ins Himmels Throne
mit hohem Ruhm und Preis,
dem Vater und dem Sohne,
und auch zu gleicher Weis
dem heilgen Geist mit Ehren
in alle Ewigkeit,
der woll uns all'n bescheren
die ewge Seligkeit.



 

zondag 24 mei 2026

BWV 741 “Ach Gott, vom Himmel sieh darein”

Koraalvoorspelen

Het lied is een vertolking van Psalm 12 door Luther. Luther wilde de liederen in de Duitse taal naar de eredienst brengen. Die psalmliederen maakte Luther al ronde de jaarwisseling 1523/1524. De bewerking van Bach bij dit lied sluit naadloos aan bij het karakter van de tekst: enerzijds een klaagzang, anderzijds een hoopvol vertrouwen.

Fragment BWV 741.

Ach Gott, vom Himmel sieh darein - Leo van Doeselaar



Ach Gott, vom Himmel sieh darein
und laß dich des erbarmen,
wie wenig sind der Heilgen dein,
verlassen sind wir Armen.
Dein Wort man läßt nicht haben wahr,
der Glaub ist auch verloschen gar
bei allen Menschenkindern.

Sie lehren eitel falsche List,
was eigen Witz erfindet;
ihr Herz nicht eines Sinnes ist
in Gottes Wort gegründet;
der wählet dies, der andre das,
sie trennen uns ohn alle Maß
und gleis1en schön von außen.

Gott wolle wehren allen gar,
die falschen Shein uns lehren,
dazu ihr Zung stolz offenbar spricht:
"Trotz! Wer will's uns wehren?
Wir haben Recht und Macht allein,
was wir setzen, gilt allgemein;
wer ist, der uns sollt meistern?"

Darum spricht Gott: "Ich muß auf sein,
die Armen sind verstöret;
ihr Seufzen dringt zu mir herein,
ich hab ihr Klag erhöret.
Mein heilsam Wort soll auf den Plan,
getrost und frisch sie greifen an
und sein die Kraft der Armen."

Das Silber, durchs Feu'r siebenmal
bewährt, wird lauter funden;
von Gotts Wort man erwarten soll
desgleichen alle Stunden.
Es will durchs Kreuz bewähret sein,
da wird sein Kraft erkannt und Schein
und leucht stark in die Lande.

Das wollst du, Gott, bewahren rein
Für diesem argen G'schlechte,
Und laß uns dir befohlen seyn,
Das sich's in uns nicht flechte,
Der gottloß Hauff sich umher findt,
Wo diese lose Leute sind
In deinem Volck erhaben.


 

BWV 743 “Ach, was ist doch unser Leben”

Koraalvoorspelen De tekst van het lied lijkt bijna uit het boek Prediker te worden overgenomen. Relativerend staat de dichter bij alles van ...