maandag 9 februari 2026

BWV 638 “Es ist das Heil uns kommen her”

Orgelbüchlein

"Es ist das Heil uns kommen her",  is een luthers lied van Paul Speratus. Het werd voor het eerst gepubliceerd als een van de acht liederen in 1524 in het eerste lutherse liedboek, het Achtliederbuch, dat vier liederen van Luther, drie van Speratus en één van Justus Jonas bevatte. In hetzelfde jaar verscheen het in Erfurt in het Eyn Enchiridion. De melodie, was al bekend in de 15e eeuw. Volgens de overlevering schreef Speratus dit lied terwijl hij in de gevangenis van Olomouc zat, waar hij vanwege zijn evangelische overtuigingen tot de vuurdood was veroordeeld. Alleen op voorspraak van vrienden werd hij vrijgelaten, op voorwaarde dat hij Moravië zou verlaten. De tekst van Speratus is gebaseerd op Paulus' brief aan de Romeinen, Romeinen 3:28 en geeft uitdrukking aan Luthers leer over de verlossing. Volgens Scott Hendrix "benadrukt het niet alleen de rechtvaardiging door geloof alleen, maar onderstreept het ook de vitaliteit van dat geloof dat zich manifesteert in dienstbaarheid aan anderen. Het verhaal van Luthers tot tranen toe bewogen toen hij deze hymne voor het eerst hoorde, van een bedelaar buiten zijn raam in Wittenberg, is door velen naverteld.
Tussen 1708 en 1714, toen Johann Sebastian Bach hoforganist was aan het hertogelijk hof in Weimar, stelde hij koraalpreludiums samen voor het liturgische jaar in zijn Orgelbüchlein en nam deze op als catechismushymne, BWV 638.
Bach gebruikte dit in verschillende van zijn cantates in 1716, 1723 en 1724. Tussen 1732 en 1735 gebruikte hij dit als basis voor zijn gelijknamige koraalcantate, BWV 9.

BWV 638.

Es ist das Heil uns kommen her - Paul De Maeyer

Es ist das Heil uns kommen her - Ben Bloor

Es ist das Heil uns kommen her
von Gnad und lauter Güte;
die Werk, die helfen nimmermehr,
sie können nicht behüten.
Der Glaub sieht Jesum Christus an,
der hat für uns genug getan,
er ist der Mittler worden.

Was Gott im G'setz geboten hat,
da man es nicht konnt halten,
erhob sich Zorn und große Not
vor Gott so mannigfalten;
vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist,
vom G'setz erfordert allermeist;
es war mit uns verloren.

Doch mußt das G'setz erfüllet sein,
sonst wärn wir all verdorben.
Drum schickt Gott seinen Sohn herein,
der selber Mensch ist worden;
das ganz Gesetz hat er erfüllt,
damit seins Vaters Zorn gestillt,
der über uns ging alle.

Und wenn es nun erfüllet ist
durch den, der es konnt halten,
so lerne jetzt ein frommer Christ
des Glaubens recht Gestalte.
Nicht mehr denn: "Lieber Herre mein,
dein Tod wird mir das Leben sein,
du hast für mich bezahlet."

Daran ich keinen Zweifel trag,
dein Wort kann nicht betrügen.
Nun sagst du, daß kein Mensch verzag,
- das wirst du nimmer lügen -:
"Wer glaubt an mich und wird getauft,
demselben ist der Himmel erkauft,
daß er nicht werd verloren."

Es ist gerecht vor Gott allein,
der diesen Glauben fasset;
der Glaub gibt einen hellen Schein,
wenn er die Werk nicht lasset;
mit Gott der Glaub ist wohl daran,
dem Nächsten wird die Lieb Guts tun,
bist du aus Gott geboren.

Die Werk, die kommen g'wißlich her
aus einem rechten Glauben;
denn das nicht rechter Glaube wär,
wolltst ihn der Werk berauben.
Doch macht allein der Glaub gerecht;
die Werk, die sind des Nächsten Knecht,
dran wir den Glauben merken.

Sei Lob und Ehr mit hohem Preis
um dieser Guttat willen
Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist.
Der woll mit Gnad erfüllen,
was er in uns ang'fangen hat
zu Ehren seiner Majestät,
daß heilig werd sein Name;

sein Reich zukomm; sein Will auf erd
g'scheh wie im Himmelsthrone;
das täglich Brot noch heut uns werd;
will unsrer Schuld verschonen,
wie wir auch unsern Schuldnern tun;
laß uns nicht in Versuchung stehn;
lös uns vom Übel. Amen.

 



 

zondag 8 februari 2026

BWV 637 “Durch Adams Fall ist ganz verderbt”

Orgelbüchlein

Nederlandse Bachvereniging:
Door Adams zonde is elke mens tot in zijn diepste wezen vervloekt, aldus tekstdichter Lazarus Spengler in 1524 – alleen wie in de Verlosser gelooft, mag rekenen op Gods genade. Bach zette twee meer hoopvolle coupletten van het lied op muziek in cantates BWV 18 en 109, maar in dit revolutionaire orgelwerkje lijkt hij eerder het onheil te beschrijven, met niets minder dan grof geschut. Krioelende zestiende nootjes vormen een lange, ononderbroken slang, bijna geniepig wankelend tussen majeur en mineur door kleine stapjes van halve tonen; deze stijlfiguur heet passus. De zondeval klinkt in het pedaal door dalende septiemen, in de Barok een ongemakkelijk grote, onheilspellende sprong (saltus), die hier vaak ook nog erg dissonant terecht komt. Bach voert zo de harmonische spanning op tot een bevrijdend – toch majeur! – slotakkoord.”

Bwv 637.

Durch Adams Fall ist ganz verderbt - Leo van Doeselaar

Durch Adams Fall ist ganz verderbt - Peter Breugelmans

Durch Adams fall ist ganz verderbt,
Menschlich natur und wesen,
Dasselb gift ist auf uns geerbt,
Daß wir nicht konten genesen
Ohn Gottes trost,
Der uns erlöst
Hat von dem grossen schaden,
Darein die schlang
Evam bezwang,
Gott's zorn auf sich zu laden.

Weil denn die schlang Evam hat bracht,
Daß sie ist abgefallen,
Von Gottes wort, das sie veracht
Dadurch sie in uns allen
Bracht hat den tod,
So war je noth,
Daß uns auch Gott solt geben
Sein lieben Sohn,
Den gnaden-thron,
In dem wir möchten leben.

Wie uns nun hat ein fremde schuld
In Adam all verhöhnet,
Also hat uns ein fremde huld,
In Christo all versöhnet;
Und wie wir all
Durch Adams fall,
Sind ew'ges tods gestorben;
Also hat Gott
Durch Christi tod
Verneu'rt, was war verdorben.

So er uns denn sein Sohn hat g'schenkt,
Da wir sein feind noch waren,
Der für uns ist ans creutz gehenkt,
Getödt, gen himmel g'fahren,
Dadurch wir sein
Vom tod und pein
Erlöst, so wir vertrauen
In diesen hort,
Des Vaters wort,
Wem wolt für sterben grauen?

Er ist der weg, das licht, die pfort,
Die wahrheit und das leben,
Des Vaters rath und ew'ges wort,
Den er uns hat gegeben
Zu einem schutz,
Daß wir mit trutz
An ihn fest sollen glauben;
Darum uns bald
Kein macht noch g'walt
Aus seiner hand wir rauben.

Der mensch ist gottlos und verflucht,
Sein heil ist auch noch ferren,
Der trost bey einem menschen sucht,
Und nicht bey Gott dem Herren;
Denn wer ihm will
Ein ander ziel,
Ohn diesen Tröster stecken,
Den mag gar bald
Des teufels g'walt
Mit seiner list erschrecken.

Wer hofft in Gott, und dem vertraut,
Der wird nimmer zu schanden,
Denn wer auf diesen felsen baut,
Ob ihm gleich geht zu handen
Viel unfalls hie,
Hab ich doch nie
Den menschen sehen fallen,
Der sich verläßt
auf Gottes trost,
Er hilft sein gläub'gen allen.

Ich bitt, o Herr, aus herzengrund,
Du wollst nicht von mir nehmen,
Dein heil'ges wort aus meinem mund,
So wird mich nicht beschämen
Mein sünd und schuld,
Denn in dein huld
Setz ich all mein vertrauen;
Wer sich nun vest
Darauf verläßt,
Der wird den tod nicht schauen.

Mein'n füssen ist dein heilig wort
Ein brennende lucerne,
Ein licht, das mir den weg weist fort:
So dieser morgensterne
In uns aufgeht,
So bald versteht
Der mensch die hohen gaben,
Die Gottes Geist,
Den'n g'wiß verheißt,
Die hoffnung darein haben.


zaterdag 7 februari 2026

BWV 636 “Vater unser im Himmelreich”

Orgelbüchlein

Bij de vierstemmige koralen vinden we dit lied als BWV 416Het Onze Vader is het belangrijkste gebed in het christendom. Niet verwonderlijk, want Jezus zelf leerde dit gebed zijn discipelen. Bach bewerkte de koraalmelodie van Luther talloze malen: zeker vier keer voor orgel, maar ook in verschillende cantates en in de Johannes-Passion. Dit koraalvoorspel komt uit het Orgelbüchlein, een verzameling koraalvoorspelen die stammen uit de jaren 1712-1717. Bach had toen al enige jaren ervaring als organist in Arnstadt en Weimar. In het Orgelbüchlein vinden we Bachs orgelstijl in zijn eerste grote bloei. In deze zetting heeft Bach gekozen voor een relatief eenvoudige en constante begeleiding. De vier stemmen spelen feitelijk een koraal, maar steeds is er één stem die van dat principe afwijkt en een figuur in zestiende noten speelt. Deze figuur reist voortdurend door het muzikale bouwsel terwijl de andere drie stemmen akkoorden blijven spelen. Het geeft de toch al zwaarmoedige melodie een extra moeizame lading. 

BWV 636.

Vater unser im Himmelreich - Matthias Havinga

Vater unser im Himmelreich - Peter Breugelmans

Vater unser im Himmelreich,
der du uns alle heißest gleich
Brüder sein und dich rufen an
und willst das Beten von uns han:
Gib, daß nicht bet allein der Mund,
hilf, daß es geh von Herzensgrund.

Geheiligt werd der Name dein,
dein Wort bei uns hilf halten rein,
daß auch wir leben heiliglich,
nach deinem Namen würdiglich.
Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr,
das arm verführet Volk bekehr.

Es komm dein Reich zu dieser Zeit
und dort hernach in Ewigkeit.
Der Heilig Geist uns wohne bei
mit seinen Gaben mancherlei;
des Satans Zorn und groß Gewalt
zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt.

Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich
auf Erden wie im Himmelreich.
Gib uns Geduld in Leidenszeit,
gehorsam sein in Lieb und Leid;
wehr und steu'r allem Fleisch und Blut,
das wider deinen Willen tut.

Gib uns heut unser täglich Brot
und was man b'darf zur Leibesnot;
behüt uns, Herr, vor Unfried, Streit,
vor Seuchen und vor teurer Zeit,
daß wir in gutem Frieden stehn,
der Sorg und Geizens müßig gehn.

All unsre Schuld vergib uns, Herr,
daß sie uns nicht betrübe mehr,
wie wir auch unsern Schuldigern
ihr Schuld und Fehl vergeben gern.
Zu dienen mach uns all bereit
in rechter Lieb und Einigkeit.

Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,
wenn uns der böse Geist anficht;
zur linken und zur rechten Hand
hilf uns tun starken Widerstand
im Glauben fest und wohlgerüst'
und durch des Heilgen Geistes Trost.

Von allem Übel uns erlös;
es sind die Zeit und Tage bös.
Erlös uns vom ewigen Tod
und tröst uns in der letzten Not.
Bescher uns auch ein seligs End,
nimm unsre Seel in deine Händ.

Amen, das ist: Es werde wahr.
Stärk unsern Glauben immerdar,
auf daß wir ja nicht zweifeln dran,
was wir hiermit gebeten han
auf dein Wort, in dem Namen dein.
So sprechen wir das Amen fein.




 

BWV 638 “Es ist das Heil uns kommen her”

Orgelbüchlein "Es ist das Heil uns kommen her",  is een luthers lied van Paul Speratus. Het werd voor het eerst gepubliceerd als e...