Kirnbergerschen Sammlung
Nederlandse Bachvereniging:
"Van
dezelfde koraalmelodie maakte Bach later nóg een orgelbewerking, BWV 646, die hij
in zijn laatste levensfase met vijf andere liet uitgeven. Vermoedelijk heeft
het jeugdwerk op dezelfde melodie Bachs eigen toets der kritiek dus niet kunnen
doorstaan. Maar voor de liefhebber is het heel fijn dat het stuk bewaard bleef.
Want deze vroege versie laat zien dat Bach het accent later verlegde. De
koraaltekst gaat over de angstige zondaar die naarstig een uitweg zoekt uit de
knellende omarming van de duivel, en verlossing en rust vindt in het bloed van
Jezus. Boven de onheilszwangere, zich ijselijk traag ontrollende en daardoor
onherkenbare koraalmelodie in het pedaal klinkt in de rechterhand een jachtig
vluchtmotief. Desondanks verklapt de montere ondertoon in de linkerhand dat de
uitkomst bevredigend zal zijn. Ook in het nog kortere BWV 646 is de stemming
eenduidig hoopvol. Maar het grote verschil is dat Bach het dreigende onheil uit
het pedaal heeft weggefilterd. De boodschap die hij uitdraagt is vreugdevol en
bemoedigend. "
Wo soll ich fliehen hin,
weil ich beschweret bin
mit vielen grossen Sünden ?
Wo kann ich Rettung finden ?
Wenn alle Welt herkäme,
mein Angst sie nicht wegnähme.
O Jesu, voller Gnad,
auf dein Gebot und Rath
kommt mein betrübt Gemüthe
zu deiner grossen Güte :
laß du auf mein Gewissen
ein Gnadentröpflein fliessen !
Ich, dein betrübtes Kind,
werf alle meine Sünd,
so viel ihr in mir stecken,
und mich so heftig schrecken,
in deine tiefen Wunden,
da ich stets Heil gefunden.
Durch dein unschuldig Blut,
die schöne rothe Fluth,
wasch ab all meine Sünde,
mit Trost mein Herz verbinde,
und ihr nicht mehr gedenke,
ins Meer sie tief versenke.
Du bist der, der mich tröst,
weil du mich hast erlöst.
Was ich gesündigt habe,
hast du verscharrt im Grabe.
Da wolltst du es verschliessen,
da wirds auch bleiben müssen.
Ist meine Bosheit groß ;
so werd ich ihr doch los,
wenn ich dein Blut auffasse,
und mich darauf verlasse.
Wer sich zu dir nur findet,
all Angst ihm bald verschwindet.
Mir mangelt zwar sehr viel,
doch, was ich haben will,
ist alles mir zu gute,
erlangt mit deinem Blute :
damit ich überwinde
Tod, Teufel, Höll und Sünde.
Und wenn des Satans Heer
mir ganz entgegen wär,
darf ich doch nicht verzagen,
mit dir kann ich sie schlagen.
Dein Blut darf ich nur zeigen,
so muß ihr Trotz bald schweigen.
Dein Blut, der edle Saft,
hat solche Stärk und Kraft,
daß auch ein Tröpflein kleine
die ganze Welt könnt reine,
ja, gar aus Teufels Rachen
frey, los und ledig machen.
Darum allein auf dich,
Herr Christ, verlaß ich mich.
Jetzt kann ich nicht verderben,
dein Reich muß ich ererben :
denn du hast mirs erworben,
da du für mich gestorben.
Führ, Herr, mein Herz und Sinn
durch deinen Geist dahin,
daß ich mög alles meiden,
was mich und dich kann scheiden,
und ich an deinem Leibe
ein Gliedmaß ewig bleibe.
Amen! zu aller Stund'
sprech' ich aus Herzensgrund.
Du wollest mich ja leiten.
Herr Christ, zu allen Zeiten,
auf daß ich deinen Namen
mög' ewig preisen! Amen.