donderdag 3 juli 2025

BWV 418 'Von Gott will ich nicht lassen'

BWV 418 'Von Gott will ich nicht lassen' (in A mineur)

Tekst:                         Ludwig Helmbold (1563)
Melodie:                     Erfurt (1563)







(verzen in vetgedrukte letters door Bach gezet)
Von Gott will ich nicht laßen
Denn er läßt nicht von mir,
Führt mich auf rechter Straßen,
Da ich sonst irrte sehr,
Er Reicht mir seine Hand.
Den Abend und den Morgen
Tut er mich wohl versorgen,
Sei, wo ich woll', im Land.

Wenn sich der Menschen Hulde
Und Wohltat all' verkehrt,
So find't sich Gott gar balde,
Sein' Macht und Gnad' bewährt,
Er Hilft aus aller Not,
Errett't von Sünd' und Schanden,
Von Ketten und von Banden,
Und wenn's auch wär' der Tod.

Auf ihn will ich vertrauen
In meiner schweren Zeit;
Es kann mich nicht gereuen,
Er wendet alles Leid.
Ihm sei es heimgestellt;
Mein Leib, mein' Seel', mein Leben
Sei Gott dem Herrn ergeben,
Er mach's, wie's ihm gefällt!

Lobt ihn mit Herz und Munde,
Welch's er uns beides schenkt!
Das ist ein' sel'ge Stunde,
Darin man sein gedenkt.
Sonst verdirbt alle Zeit,
Die wir zubring'n auf Erden;
Wir sollen selig werden
Und bleib'n in Ewigkeit.

Mag uns die Welt entgehen
Mit ihrer stolzen Pracht,
Nicht Ruhm, nicht Gut bestehen,
Die einst wir groß geacht't,
Mag man uns nach dem Tod
Tief in die Erd' begraben:
Wenn wir geschlafen haben,
Wird uns erwecken Gott.

Darum, ob ich schon dulde
Hier Widerwärtigkeit,
Wie ich's auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Die aller Freuden voll;
Dieselb' ohn' alles Ende,
Dieweil ich Christum kenne,
Mir widerfahren soll.

 


woensdag 2 juli 2025

BWV 417 'Von Gott will ich nicht lassen'


 BWV 417 'Von Gott will ich nicht lassen' (in B mineur)

Tekst:                        Ludwig Helmbold (1563)
Melodie:                    Erfurt (1563)

De melodie, waarvan de componist onbekend is, komt uit een wereldlijk lied “Une jeune fillette de grand' valeur”, waarvan de vroegste vermelding te vinden is in “Recueil de plusieurs chansons divisè en trois parties”, een verzameling van “Voix de Ville”, uitgegeven door Jehan Chardavoine (1537-ca. 1580) in Lyon, Frankrijk in 1557. In 1563 wordt de melodie in Duitsland voor het eerst voor een geestelijk lied gebruikt, en wel bij het lied Von Gott will ich nicht lassen van Ludwig Helmbold (1532-1598). Uit de jaren zeventig van de zestiende eeuw dateren de eerste muzieknotaties in geestelijke liedbundels. Een daarvan is die uit Christliche und Tröstliche Tischgesenge, mit Vier Stimmen (Erfurt 1572) van Joachim Magdeburg. De melodie werd erg populair en is voor meerdere geestelijke liedteksten gebruikt: naast de liederen van Thilo en Helmbold ook voor Helft mir Gottes Güte preisen van Paul Eber (1511-1569). Ook voor Nederlandse teksten werd deze melodie gebruikt. Onder veel andere in Liedboek 2013, lied 439 en Liedboek voor de kerken Gezang 126: ‘Verwacht de komst des Heren’.

(verzen in vetgedrukte letters door Bach gezet)
Von Gott will ich nicht laßen
Denn er läßt nicht von mir,
Führt mich auf rechter Straßen,
Da ich sonst irrte sehr,
Er Reichet mir seine Hand.
Den Abend wie den Morgen
Tut er mich wohl versorgen,
Sei, wo ich woll', im Land.

Wenn sich der Menschen Hulde
Und Wohltat all' verkehrt,
So find't sich Gott gar balde,
Sein' Macht und Gnad' bewährt,
Hilfet aus aller Not,
Errett't von Sünd' und Schanden,
Von Ketten und von Banden,
Und wenn's auch wär' der Tod.

Auf ihn will ich vertrauen
In meiner schweren Zeit;
Es kann mich nicht gereuen,
Er wendet alles Leid.
Ihm sei es heimgestellt;
Mein Leib, mein' Seel', mein Leben
Sei Gott dem Herrn ergeben,
Er mach's, wie's ihm gefällt!

Lobt ihn mit Herz und Munde,
Welch's er uns beides schenkt!
Das ist ein' sel'ge Stunde,
Darin man sein gedenkt.
Sonst verdirbt alle Zeit,
Die wir zubring'n auf Erden;
Wir sollen selig werden
Und bleib'n in Ewigkeit.

Mag uns die Welt entgehen
Mit ihrer stolzen Pracht,
Nicht Ruhm, nicht Gut bestehen,
Die einst wir groß geacht't,
Mag man uns nach dem Tod
Tief in die Erd' begraben:
Wenn wir geschlafen haben,
Wird uns erwecken Gott.

Darum, ob ich schon dulde
Hier Widerwärtigkeit,
Wie ich's auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Die aller Freuden voll;
Dieselb' ohn' alles Ende,
Dieweil ich Christum kenne,
Mir widerfahren soll.

 



 

dinsdag 1 juli 2025

BWV 416 'Vater unser im Himmelreich'

BWV 416 'Vater unser im Himmelreich' (in D mineur)

Tekst:                            Martin Luther (1539)
Melodie:                        Leipzig (1539)


"Vater unser im Himmelreich" is een lutherse hymne in het Duits van Martin Luther. Hij schreef de parafrase van het Onze Vader in 1538, overeenkomstig zijn uitleg van het gebed in zijn Kleiner Katechismus. Hij wijdde een strofe aan elk van de zeven gebeden en omlijstte deze met een openings- en een slotstrofe, elke strofe in zes regels. M. Luther herzag de tekst meerdere malen, zoals blijkt uit het bestaande manuscript, om deze te verduidelijken en te verbeteren. Hij koos en paste mogelijk een oudere anonieme melodie aan, die mogelijk verband hield met een seculiere tekst, nadat hij eerst een andere had geselecteerd. Andere hymneversies van het Onze Vader uit de 16e en 20e eeuw hebben dezelfde melodie overgenomen. De hymne werd in 1539 in Leipzig gepubliceerd in Valentin Schumanns hymneboek Gesangbuch, met een titel die uitlegde "Het Onze Vader kort uitgelegd en veranderd in metrum". Het werd waarschijnlijk voor het eerst gepubliceerd als een pamflet. Het is een ook in Nederland bekende melodie, die voor meerdere liederen wordt gebruikt, zoals Gezang 321 in het Liedboek voor de Kerken en het gebed des Heren bij de Psalmberijming van 1773.





(verzen in vetgedrukte letters door Bach gezet)
Vater unser im Himmelreich,
der du uns alle heißest gleich
Brüder sein und dich rufen an
und willst das Beten von uns ha’n,
gieb, daß nicht bet allein der Mund,
hilf, daß es geh von Herzensgrund.

Geheilget werd der Name dein,
dein Wort bei uns hilf halten rein,
daß auch wir leben heiliglich
nach deinem Namen würdiglich.
Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr,
Das arm verführte Volk bekehr.

Es komm dein Reich zu dieser Zeit
und dort hernach in Ewigkeit:
der heilge Geist uns wohne bei
mit seinen Gaben mancherlei;
des Satans Zorn und groß Gewalt
zerbrich, für ihm dein Kirch erhalt.

Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich
auf Erden wie im Himmelreich;
gieb uns Geduld in Leidenszeit,
gehorsam sein in Lieb und Leid,
wehr und steu'r allem Fleisch und Blut,
das wider deinen Willen thut.

Gieb uns heut unser täglich Brod
und was man braucht zur Leibesnoth;
b'hüt uns, Herr, für Unfried und Streit,
für Seuchen und für theurer Zeit,
daß wir im guten Frieden stehn,
der Sorg und Geizes müßig gehn.

All unser Schuld vergieb uns, Herr,
daß sie uns nicht betrüben mehr,
wie wir auch unsern Schuldigern
ihr Schuld und Fehl vergeben gern;
Zu dienen mach uns all bereit
in rechter Lieb und Einigkeit.

Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,
wenn uns der böse Geist anficht
zur linken und zur rechten Hand
hilf uns thun starken Widerstand,
im Glauben fest und wohlgerüst't
und durch des heilgen Geistes Trost.

Von allem Uebel uns erlös,
es sind die Zeit und Tage bös;
erlös uns von dem ewgen Tod,
und tröst uns in der letzten Noth:
bescher uns, Herr! ein seligs End;
nimm unsre Seel in deine Händ.

Amen, das ist, es werde wahr.
Stärk unsern Glauben immerdar,
auf daß wir ja nicht zweifeln dran,
was wir hiemit gebeten han,
auf dein Wort in dem Namen dein,
so sprechen wir das Amen sein.

 

BWV 869 “Prelude en fuga in b klein”

Das Wohltemperierte Klavier I Das Wohltemperierte Klavier I wordt door Bach afgesloten met een melancholisch werk. De lange fuga is vrij rus...