Orgelbüchlein
"Es
ist das Heil uns kommen her", is een luthers lied
van Paul Speratus. Het werd voor het eerst gepubliceerd als een van de acht
liederen in 1524 in het eerste lutherse liedboek, het Achtliederbuch, dat vier
liederen van Luther, drie van Speratus en één van Justus Jonas bevatte. In
hetzelfde jaar verscheen het in Erfurt in het Eyn Enchiridion. De melodie, was
al bekend in de 15e eeuw. Volgens de overlevering schreef Speratus dit lied
terwijl hij in de gevangenis van Olomouc zat, waar hij vanwege zijn
evangelische overtuigingen tot de vuurdood was veroordeeld. Alleen op
voorspraak van vrienden werd hij vrijgelaten, op voorwaarde dat hij Moravië zou
verlaten. De tekst van Speratus is gebaseerd op Paulus' brief aan de Romeinen,
Romeinen 3:28 en geeft uitdrukking aan Luthers leer over de verlossing. Volgens
Scott Hendrix "benadrukt het niet alleen de rechtvaardiging door geloof
alleen, maar onderstreept het ook de vitaliteit van dat geloof dat zich manifesteert
in dienstbaarheid aan anderen. Het verhaal van Luthers tot tranen toe bewogen
toen hij deze hymne voor het eerst hoorde, van een bedelaar buiten zijn raam in
Wittenberg, is door velen naverteld.
Tussen 1708 en 1714, toen Johann Sebastian Bach hoforganist was aan het
hertogelijk hof in Weimar, stelde hij koraalpreludiums samen voor het
liturgische jaar in zijn Orgelbüchlein en nam deze op als catechismushymne, BWV
638.
Bach gebruikte dit in verschillende van zijn cantates in 1716, 1723 en 1724.
Tussen 1732 en 1735 gebruikte hij dit als basis voor zijn gelijknamige
koraalcantate, BWV 9.
Es ist das Heil uns kommen her - Paul De Maeyer
Es ist das Heil uns kommen her - Ben Bloor
Es ist das Heil uns kommen her
von Gnad und lauter Güte;
die Werk, die helfen nimmermehr,
sie können nicht behüten.
Der Glaub sieht Jesum Christus an,
der hat für uns genug getan,
er ist der Mittler worden.
Was Gott im G'setz geboten hat,
da man es nicht konnt halten,
erhob sich Zorn und große Not
vor Gott so mannigfalten;
vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist,
vom G'setz erfordert allermeist;
es war mit uns verloren.
Doch mußt das G'setz erfüllet sein,
sonst wärn wir all verdorben.
Drum schickt Gott seinen Sohn herein,
der selber Mensch ist worden;
das ganz Gesetz hat er erfüllt,
damit seins Vaters Zorn gestillt,
der über uns ging alle.
Und wenn es nun erfüllet ist
durch den, der es konnt halten,
so lerne jetzt ein frommer Christ
des Glaubens recht Gestalte.
Nicht mehr denn: "Lieber Herre mein,
dein Tod wird mir das Leben sein,
du hast für mich bezahlet."
Daran ich keinen Zweifel trag,
dein Wort kann nicht betrügen.
Nun sagst du, daß kein Mensch verzag,
- das wirst du nimmer lügen -:
"Wer glaubt an mich und wird getauft,
demselben ist der Himmel erkauft,
daß er nicht werd verloren."
Es ist gerecht vor Gott allein,
der diesen Glauben fasset;
der Glaub gibt einen hellen Schein,
wenn er die Werk nicht lasset;
mit Gott der Glaub ist wohl daran,
dem Nächsten wird die Lieb Guts tun,
bist du aus Gott geboren.
Die Werk, die kommen g'wißlich her
aus einem rechten Glauben;
denn das nicht rechter Glaube wär,
wolltst ihn der Werk berauben.
Doch macht allein der Glaub gerecht;
die Werk, die sind des Nächsten Knecht,
dran wir den Glauben merken.
Sei Lob und Ehr mit hohem Preis
um dieser Guttat willen
Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist.
Der woll mit Gnad erfüllen,
was er in uns ang'fangen hat
zu Ehren seiner Majestät,
daß heilig werd sein Name;
sein Reich zukomm; sein Will auf erd
g'scheh wie im Himmelsthrone;
das täglich Brot noch heut uns werd;
will unsrer Schuld verschonen,
wie wir auch unsern Schuldnern tun;
laß uns nicht in Versuchung stehn;
lös uns vom Übel. Amen.


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