zondag 8 februari 2026

BWV 637 “Durch Adams Fall ist ganz verderbt”

Orgelbüchlein

Nederlandse Bachvereniging:
Door Adams zonde is elke mens tot in zijn diepste wezen vervloekt, aldus tekstdichter Lazarus Spengler in 1524 – alleen wie in de Verlosser gelooft, mag rekenen op Gods genade. Bach zette twee meer hoopvolle coupletten van het lied op muziek in cantates BWV 18 en 109, maar in dit revolutionaire orgelwerkje lijkt hij eerder het onheil te beschrijven, met niets minder dan grof geschut. Krioelende zestiende nootjes vormen een lange, ononderbroken slang, bijna geniepig wankelend tussen majeur en mineur door kleine stapjes van halve tonen; deze stijlfiguur heet passus. De zondeval klinkt in het pedaal door dalende septiemen, in de Barok een ongemakkelijk grote, onheilspellende sprong (saltus), die hier vaak ook nog erg dissonant terecht komt. Bach voert zo de harmonische spanning op tot een bevrijdend – toch majeur! – slotakkoord.”

Bwv 637.

Durch Adams Fall ist ganz verderbt - Leo van Doeselaar

Durch Adams Fall ist ganz verderbt - Peter Breugelmans

Durch Adams fall ist ganz verderbt,
Menschlich natur und wesen,
Dasselb gift ist auf uns geerbt,
Daß wir nicht konten genesen
Ohn Gottes trost,
Der uns erlöst
Hat von dem grossen schaden,
Darein die schlang
Evam bezwang,
Gott's zorn auf sich zu laden.

Weil denn die schlang Evam hat bracht,
Daß sie ist abgefallen,
Von Gottes wort, das sie veracht
Dadurch sie in uns allen
Bracht hat den tod,
So war je noth,
Daß uns auch Gott solt geben
Sein lieben Sohn,
Den gnaden-thron,
In dem wir möchten leben.

Wie uns nun hat ein fremde schuld
In Adam all verhöhnet,
Also hat uns ein fremde huld,
In Christo all versöhnet;
Und wie wir all
Durch Adams fall,
Sind ew'ges tods gestorben;
Also hat Gott
Durch Christi tod
Verneu'rt, was war verdorben.

So er uns denn sein Sohn hat g'schenkt,
Da wir sein feind noch waren,
Der für uns ist ans creutz gehenkt,
Getödt, gen himmel g'fahren,
Dadurch wir sein
Vom tod und pein
Erlöst, so wir vertrauen
In diesen hort,
Des Vaters wort,
Wem wolt für sterben grauen?

Er ist der weg, das licht, die pfort,
Die wahrheit und das leben,
Des Vaters rath und ew'ges wort,
Den er uns hat gegeben
Zu einem schutz,
Daß wir mit trutz
An ihn fest sollen glauben;
Darum uns bald
Kein macht noch g'walt
Aus seiner hand wir rauben.

Der mensch ist gottlos und verflucht,
Sein heil ist auch noch ferren,
Der trost bey einem menschen sucht,
Und nicht bey Gott dem Herren;
Denn wer ihm will
Ein ander ziel,
Ohn diesen Tröster stecken,
Den mag gar bald
Des teufels g'walt
Mit seiner list erschrecken.

Wer hofft in Gott, und dem vertraut,
Der wird nimmer zu schanden,
Denn wer auf diesen felsen baut,
Ob ihm gleich geht zu handen
Viel unfalls hie,
Hab ich doch nie
Den menschen sehen fallen,
Der sich verläßt
auf Gottes trost,
Er hilft sein gläub'gen allen.

Ich bitt, o Herr, aus herzengrund,
Du wollst nicht von mir nehmen,
Dein heil'ges wort aus meinem mund,
So wird mich nicht beschämen
Mein sünd und schuld,
Denn in dein huld
Setz ich all mein vertrauen;
Wer sich nun vest
Darauf verläßt,
Der wird den tod nicht schauen.

Mein'n füssen ist dein heilig wort
Ein brennende lucerne,
Ein licht, das mir den weg weist fort:
So dieser morgensterne
In uns aufgeht,
So bald versteht
Der mensch die hohen gaben,
Die Gottes Geist,
Den'n g'wiß verheißt,
Die hoffnung darein haben.


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