Schüblerkoralen
Dit lied, geschreven door Johann Heermann is tevens het lied en titel van BWV 5, de cantate voor de 19e zondag na Trinitatis, deel van de jaargang met de koraalc: ‘Waarheen kan ik vluchten, bezwaard als ik ben met zoveel zonden?’, vraagt het Trostgesänglein uit 1630, op een melodie die Bach geregeld gebruikte in zijn cantates en orgelmuziek. Het lied van vertrouwen is nogal zakelijk tussen de twee klavierstemmen gezet in tenorligging in het pedaal . In het openingsmotiefje, een groepje van zeven snelle nootjes, hoor je het vluchten of misschien het stromen van Christus’ heilzame bloed, bijna het hele stuk door. Maar was dit oorspronkelijk een cantate-aria, zoals de vijf andere Schüblerkoralen, en werd die dan ook op basis van een partituur bewerkt door een derde? Of was er misschien geen origineel, en schreef de componist dit werk speciaal voor de gelegenheid zelf? De twee buitenstemmen voelen alleszins zeer klavier-esk aan, meer dan in de andere koralen. We zullen het wel nooit weten, tot ergens in een bibliotheek een ‘nieuwe’ cantate onder het stof vandaan komt.
Wo soll ich fliehen hin - Wolfgang Zerer
Chorale Prelude "Wo soll ich fliehen hin" - Peter Thomas
Wo soll ich fliehen hin,
weil ich beschweret bin
mit vielen grossen Sünden ?
Wo kann ich Rettung finden ?
Wenn alle Welt herkäme,
mein Angst sie nicht wegnähme.
O Jesu, voller Gnad,
auf dein Gebot und Rath
kommt mein betrübt Gemüthe
zu deiner grossen Güte :
laß du auf mein Gewissen
ein Gnadentröpflein fliessen !
Ich, dein betrübtes Kind,
werf alle meine Sünd,
so viel ihr in mir stecken,
und mich so heftig schrecken,
in deine tiefen Wunden,
da ich stets Heil gefunden.
Durch dein unschuldig Blut,
die schöne rothe Fluth,
wasch ab all meine Sünde,
mit Trost mein Herz verbinde,
und ihr nicht mehr gedenke,
ins Meer sie tief versenke.
Du bist der, der mich tröst,
weil du mich hast erlöst.
Was ich gesündigt habe,
hast du verscharrt im Grabe.
Da wolltst du es verschliessen,
da wirds auch bleiben müssen.
Ist meine Bosheit groß ;
so werd ich ihr doch los,
wenn ich dein Blut auffasse,
und mich darauf verlasse.
Wer sich zu dir nur findet,
all Angst ihm bald verschwindet.
Mir mangelt zwar sehr viel,
doch, was ich haben will,
ist alles mir zu gute,
erlangt mit deinem Blute :
damit ich überwinde
Tod, Teufel, Höll und Sünde.
Und wenn des Satans Heer
mir ganz entgegen wär,
darf ich doch nicht verzagen,
mit dir kann ich sie schlagen.
Dein Blut darf ich nur zeigen,
so muß ihr Trotz bald schweigen.
Dein Blut, der edle Saft,
hat solche Stärk und Kraft,
daß auch ein Tröpflein kleine
die ganze Welt könnt reine,
ja, gar aus Teufels Rachen
frey, los und ledig machen.
Darum allein auf dich,
Herr Christ, verlaß ich mich.
Jetzt kann ich nicht verderben,
dein Reich muß ich ererben :
denn du hast mirs erworben,
da du für mich gestorben.
Führ, Herr, mein Herz und Sinn
durch deinen Geist dahin,
daß ich mög alles meiden,
was mich und dich kann scheiden,
und ich an deinem Leibe
ein Gliedmaß ewig bleibe.
Amen! zu aller Stund'
sprech' ich aus Herzensgrund.
Du wollest mich ja leiten.
Herr Christ, zu allen Zeiten,
auf daß ich deinen Namen
mög' ewig preisen! Amen.



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