Kirnbergerschen Sammlung
Ook deze bewerking wordt nu toegescheven aan Johann
Gottfried Walther (1684-1748).
Ach Gott und Herr - Henrik Berg
Ach Gott und Herr, BWV 693 Anh.III 172 - Peter Hurford
Ach Gott und Herr,
wie groß und schwer
sind mein begangne Sünden !
Da ist niemand,
der helfen kann,
in dieser Welt zu finden.
Lief ich gleich weit,
zu dieser Zeit,
bis an der Welt ihr Ende,
und wollt los seyn
des Kreuzes mein,
würd ich doch solchs nicht wenden.
Zu dir flieh ich,
verstoß nicht mich,
wie ichs wol hab verdienet.
Ach Gott, zörn nicht,
geh nicht ins Gricht,
dein Sohn hat mich versöhnet.
Solls ja so seyn,
daß Straf und Pein
auf Sünde folgen müssen :
so fahr hie fort,
und schone dort,
und laß mich hie wohl büssen.
Gieb, Herr, Geduld,
vergiß die Schuld,
schenk ein gehorsams Herze,
daß ich nur nicht
wie's oft geschicht,
mein Heil murrend verscherze.
Handle mit mir,
wie's dünket dir,
durch dein Gnad will ichs leiden:
laß nur nicht mich
dort ewiglich
Von dir sein abgeschieden.
Gleichwie sich fein
ein Vögelein
in hole Bäum verstecket,
wenns trüb hergeht,
die Luft unstet,
Menschen und Vieh erschrecket.
Also, Herr Christ,
mein Zuflucht ist
die Höle deiner Wunden :
wenn Sünd und Tod
mich bracht in Noth,
hab ich mich drein gefunden.
Darinn ich bleib,
ob hie der Leib
und Seel vonander scheiden :
so werd ich dort
bey dir mein Hort,
seyn in ewigen Freuden.
Ehre sey nun
Gott Vater, Sohn,
und heilgen Geist zusammen !
Zweifle auch nicht,
weil Christus spricht :
wer glaubt, wird selig, Amen !


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