vrijdag 27 maart 2026

BWV 684 “Christ, unser Herr, zum Jordan kam”

Clavier-Übung III

Ten tijde van Martin Luther werd de doop niet in de eredienst bedient, maar door de week bij de ingang van de kerk. Zoals in de Rooms Katholieke traditie gebruikelijk was. Luther beschouwde dit lied dan ook als een catechismuslied, uitleg van de betekenis van de Heilige Doop. Waarschijnlijk is het een van de laatste liederen van de hand van Luther. Voor de Nederlandse liedbundels bewerkte Jan Willem Schulte Nordholt dit lied, maar hij heeft een deel van dit onderwijs weggelaten. Bach sluit in deze opgewekte koraalbewerking helemaal bij het thema van nieuw leven (in dubbel opzicht) aan. Hij gebruikte de melodie in diverse cantates, vierstemmige koralen en deze orgelkoralen BWV 684 en 685.

Fragment BWV 684.

Christ, unser Herr, zum Jordan kam - Reitze Smits

'Christ unser Herr zum Jordan kam' - Jochem Schuurman

Christ, unser Herr, zum Jordan kam
nach seines Vaters Willen,
von Sanct Johann die Taufe nahm,
sein Werk und Amt zu erfüllen.
Da wollt er stiften uns ein Bad,
zu waschen uns von Sünden,
ersaüfen auch den bittern Tod
durch sein selbst Blut und Wunden,
es galt ein neues Leben.

So hört und merket alle wohl,
was Gott selbst Taufe nennet,
und was ein Christen glauben soll,
der sich zu ihm bekennet.
Gott spricht und will, daß Wasser sei,
doch nicht allein schlecht Wasser,
sein heiligs Wort ist auch dabei
mit reichem Geist ohn Maßen:
der ist allhie der Täufer.

Solch's hat er uns bezeiget klar
mit Bildern und mit Worten.
Des Vaters Stimm man offenbar
daselbst am Jordan hörte;
er sprach: "Das ist mein lieber Sohn,
an dem ich hab Gefallen;
den will ich euch befohlen han,
daß ihr ihn höret alle
und folget seinen Lehren."

Auch Gottes Sohn hie selber steht
in seiner zarten Menschheit,
der Heilig Geist herniederfährt
in Taubenbild verkleidet;
daß wir nicht sollen zweifeln dran:
wenn wir getaufet werden,
all drei Person' getaufet han,
dadurch bei uns auf Erden
zu wohnen sich ergeben.

Sein Jünger heißt der Herre Christ:
"Geht hin, all Welt zu lehren,
daß sie verlorn in Sünden ist,
sich soll zur Buße kehren;
wer glaubet und sich taufen läßt,
soll dadurch selig werden;
ein neugeborner Mensch er heißt,
der nicht mehr könne sterben,
das Himmelreich soll erben."

Wer nicht glaubt dieser großen Gnad,
der bleibt in seinen Sünde,
und ist verdammt zum ewgen Tod
tief in der Höllen Grunde.
Nichts hilft sein eigen Heiligkeit,
all sein Tun ist verloren,
die Erbsünd macht's zur Nichtigkeit,
darin er ist geboren,
vermag sich selbst nicht helfen.

Das Aug allein das Wasser sieht,
wie Menschen Wasser gießen;
der Glaub im Geist die Kraft versteht
des Blutes Jesu Christi;
und ist vor ihm ein rote Flut,
von Christi Blut gefärbet,
die allen Schaden heilen tut,
von Adam her geerbet,
auch von uns selbst begangen.

 

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BWV 684 “Christ, unser Herr, zum Jordan kam”

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