dinsdag 31 maart 2026

BWV 688 “Jesus Christus, unser Heiland”

Clavier-Übung III

BWV 688 en 689 zijn tegelijkertijd welsprekende getuigenissen van Bach's diepgang, zowel als dichter als componist. Bach ontleende het emotionele karakter van zijn orgelkoralen altijd aan de hele hymne, en niet alleen aan het eerste couplet. Op deze manier haalde hij doorgaans een leidende gedachte uit het gedicht, die hem bijzonder belangrijk leek, en in overeenstemming daarmee gaf hij de compositie een eigen poëtisch en muzikaal karakter. We moeten zijn methode in detail volgen om er zeker van te zijn dat we zijn bedoeling hebben begrepen. In de hymne voor het Heilig Avondmaal, "Jesus Christus unser Heiland", kan het contrapunt, met zijn brede, zware progressies, voor de oppervlakkige luisteraar ongeschikt lijken voor het karakter van de hymne. De aandachtige lezer van de tekst zal echter al snel de passage vinden die aanleiding gaf tot deze karakteristieke muzikale frase... het vijfde couplet. Het levendige en onwrikbare geloof, samen met de plechtigheid van een besef van zonde, vormen de twee elementen die de emotionele basis van het stuk vormen.

Jesus Christus, unser Heiland,
der von uns den Gottes Zorn wandt,
durch das bitter Leiden sein
half er aus uns der Höllen Pein.

Daß wir nimmer des vergessen,
Gab er uns sein Leib zu essen,
Verborgen im Brot so klein,
Und zu trinken sein Blut im Wein.

Wer sich will zu dem Tische machen,
Der hab wohl acht auf sein Sachen;
Wer unwürdig hiezu geht,
Für das Leben den Tod empfäht.

Du sollst Gott den Vater preisen,
Daß er dich so wohl wollt speisen,
Und für deine Missetat
In den Tod sein Sohn geben hat.

Du sollst glauben und nicht wanken,
Daß ein Speise sei den Kranken,
Den ihr Herz von Sünden schwer,
Und vor Angst betrübet, sehr.

Solch groß Gnad und Barmherzigkeit
Sucht ein Herz in großer Arbeit;
Ist dir wohl, so bleib davon,
Daß du nicht kriegest bösen Lohn.

Er spricht selber:Kommt, ihr Armen,
Laßt mich über euch erbarmen;
Kein Arzt ist dem Starken not,
Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.

Hättst dir war kunnt erwerben,
Was durft denn ich für dich sterben?
Dieser Tisch auch dir nicht gilt,
So du selber dir helfen willst.

Glaubst du das von Herzensgrunde
Und bekennest mit dem Mund,
So bist du recht wohl geschickt
Und die Speise dein Seel erquickt.

Die Frucht soll auch nicht ausbleiben:
Deinen Nächsten sollst du lieben,
Daß er dein genießen kann,
Wie dein Gott an dir getan.

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