donderdag 22 januari 2026

BWV 620 “Christus, der uns selig macht”

Orgelbüchlein

"Christus, der uns selig macht" is een Duitse lutherse passiehymne in acht strofen in het Duits, geschreven door Michael Weisse, geschreven in 1531 als vertaling van de Latijnse hymne "Patris Sapientia" op een oudere melodie van de Boheemse Broeders. De hymne inspireerde muzikale zettingen, zowel vocaal als voor orgel, met name Bachs Johannes Passion, waar de eerste en laatste strofe commentaar leveren op Bijbelse taferelen in twee verschillende zettingen. Weiße schreef de tekst als vertaling van de Latijnse hymne "Patris Sapientia", toegeschreven aan Aegidius van Collonna, uit de Getijdendienst voor Goede Vrijdag. De tekst van de Latijnse hymne volgt de zeven staties in Christus' lijden die dag en heeft betrekking op de canonieke uren van Metten tot Completen. Weiße voegde een achtste strofe toe als samenvatting. Elk van de zeven vertaalde strofen beschrijft een lijdenssituatie, beginnend met Jezus die in de vroege ochtenduren "als een dief" ("als ein Dieb") wordt gearresteerd; de laatste strofe is een gebed, "O hilf, Christ, Gottes Sohn", waarin om hulp wordt gevraagd om de lijdensweg vruchtbaar ("fruchtbarlich") te herdenken, trouw te blijven aan Jezus en alle onrecht te vermijden, en dank te zeggen. Weiße publiceerde zijn tekst in 1531 in zijn gezangboek Ein New Gesengbuchlen for the Bohemian Brotherren,* met een melodie die bekend was vanaf het begin van de 15e eeuw en in Tsjechische gemeenten werd gebruikt in Boheemse Hussitische gezangboeken.

BWV 620.

Christus, der uns selig macht - Wolfgang Zerer

Christus, der uns selig macht - Peter Breugelmans

Christus der uns selig macht - Jon Pilgrim


Christus der uns selig macht,
kein Bös hat begangen,
der ward für uns in der Nacht
als ein Dieb gefangen,
geführt vor gottlose Leut,
und fälschlich verklaget,
verlacht, verhöhnt und verspeit,
wie denn die Schrift saget.

In der ersten Tagesstund
ward er unbescheiden
als ein Mörder dargestellt
Pilato, dem Heiden,
der ihn unschuldig bestand,
ohne Sach des Todes,
ihn derhalben von sich sandt
zum König Herodes.

Um drei ward der Gottessohn
mit Geißeln geschmissen
und sein Haupt mit einer Kron
von Dornen zerrissen;
gekleidet zu Hohn und Spo
ward er sehr geschlagen,
und das Kreuz zu seinem Tod
mußt er selber tragen.

Um sechs ward er nackt und bloß
an das Kreuz geschlagen,
an dem er sein blut vergroß,
betet mit Wehklagen:
die Zuseher spotten sein,
auch die bei ihm hingen,
bis die Sonn auch ihren Schein
entzog solchen Dingen.

Jesus schrie zur neunten Stund,
klaget sich verlassen;
bald ward Gall in seinen Mund
mit Essig gelassen;
da gab er auf seinen Geist,
und die Erd erbebet,
des Tempels Vorhang zerreißt,
und manch Fels zerklöbet.

Da hat man zur Vesperzeit
die Schächer zerbrochen,
ward Jesus in seiner Seit
mit eim Speer gestochen,
daraus Blut und Wasser rann,
die Schrift zu erfüllen,
wie Johannes zeiget an,
nur um unsertwillen.

Da der Tag sein Ende nahm,
der Abend war kommen,
ward Jesus vons Kreuzes Stamm
durch Joseph genommen,
herrlich, nach Jüdischer Art,
in ein Grab geleget,
allda mit Hütern verwahrt,
wie Matthäus zeiget.

O hilf, Christe, Gottes Sohn,
durch dein bitter Leiden,
daß wir stets dir unterthan
all Untugend meiden,
deinen Tod und sein Ursach
fruchtbarlich bedenken,
dafür, wiewohl arm und schwach,
dir Dankopfer schenken. (Amen.)

 

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