maandag 26 januari 2026

BWV 624 “Hilf Gott, daß mir's gelinge”

Orgelbüchlein

Nederlandse Bachvereniging:
De tekst van het lied dat Bach hier bewerkt, werd in een zestiende-eeuwse gevangenis geschreven door een verder vrijwel onbekende Heinrich Müller. Zijn naam komt op twee plekken tevoorschijn in de tekst: de eerste letters van de dertien coupletten vormen samen zijn naam (“HEINRICH MÜLER”). Bovendien besluit de laatste strofe met de mededeling: “hat Heinrich Müller gesungen, in dem Gefängnis sein” (zo zong Heinrich Müller, tijdens zijn gevangenschap). Deze Heinrich uit Neurenberg werd rond 1526 door de Hertog van Saksen gevangen gezet vanwege zijn lutherse sympathieën en kwam pas in 1539 weer vrij. Müllers lied had – misschien ook vanwege de ontstaansgeschiedenis – groot succes. In 1545 nam Luther zelf het in een liedboek op en een paar jaar later verscheen het al in Nederlandse vertaling. In Bachs tijd was het een van de bekendere kerkliederen.”
Het lied komen we ook tegen in de koralen, BWV 343. Gepubliceerd op dit blog 17 april 2025.


BWV 624.

Hilfe Gott, das mir's gelinge - Bart Jacobs

Hilf Gott, dass mir's gelinge - Peter Breugelmans

Hilf, Gott, dass mir gelinge,
du edler Schöpfer mein,
die Silben reimen zwingen
zu Lob den Ehren dein!
Dass ich mag fröhlich heben an
von deinem Wort zu singen,
Herr, wollest mir beistahn!

Ewig dein Wort tut bleiben,
wie Jesaias meldt,
In seinem Buch tut schreiben:
eh wird vergehn die Welt
und was Gott selber je erschuf,
Sollt es alles verderben,
er tut kein Widerruf.

Jesus, das Wort des Vaters,
ist kommen in die Welt
mit großen Wundertaten,
verkauft um schnödes Geld
durch Judam, seiner Jünger ein
ward er in Tod gegeben,
Jesus, das Lämmelein.

Nachdem sie hatten gessen,
vernehmt, das Osterlamb,
da tät er nicht vergessen,
das Brot in sein’ Hand nahm,
sprach: Esst, das ist mein Leichnam lind,
der für euch dar wird g’geben
zu Vergebung der Sünd.

Reicht ihn’n auch dar zu trinken
in Wein sein Blut so rot:
“Sein Tod sollt ihr verkünden,”
Paulus beschreiben hat:
“Wer würdig isst von diesem Brot
und trinket von dem Kelche,
wird nicht sehen den Tod.”

Jesus wusch ihn ihr Füße
wohl zu der selb’gen Stund, [derselben Stund]
Lehrt sie mit Worten süße
aus seim göttlichen Mund;
“Liebet einander allezeit,
dabei wird man erkennen
das ihr mein Jünger seid.”

Christus der Herr im Garten,
da er gebetet hat,
der Jüden tät erwarten,
von ihn gebunden hart,
sie führten ihn zum Richter dar,
gegeißelt und gekrönet,
zum Tod verurteilt ward.

Hoch an ein Kreuz gehangen,
der hochgeborne Fürst;
nach uns tät ihn verlangen,
darum sprach er: “Mich dürst!”
Vernimm: nach unser Seligkeit,
darum ein Mensch geboren
von einer reinen Maid.

Mit seinem Haupt geneiget
er seinen Geist aufgab,
als uns Johannes zeiget,
er ward genommen ab
vom Kreuz, ins Grab ward er gelegt,
am dritten Tag erstanden,
wie er vor hat gesagt.

Und in denselben Tagen
Jesus sein Jünger lehrt,
allein sein Wort zu tragen,
predigen aller Welt: [predigen in aller]
Wer glaube tut und wird getauft,
der hat das ewig leben,
ist ihm durch Christum kauft. [erkauft.]

Lukas tuts gar schön schreiben
von seiner Himmelfahrt
doch allweg bei uns bleiben,
wie er versprochen hat,
vernimm: Durch sein göttliches Wort;
wider das kann nicht siegen
kein G'walt der Höllen Pfort.

Ein Tröster tät er senden
das war der heilig Geist,
von Gott tät er sie lenden
in Wahrheit allermeist.
Denselben wolln wir rufen an,
der wird uns nicht verlassen
und uns treulich beistahn.

Recht lasst uns alle bitten
Christum für [die] Obrigkeit
ob wir schon von ihn litten
G'walt, auch für alle Feind,
dass ihn Gott woll genädig sein:
hat Heinrich Müller gesungen
in dem Gefängnis sein.




 

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